• Cavalcade de Diekirch

    BP 132
    L-9202 Diekirch Luxemburg

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Beschreibung

Chronik
Die erste Kavalkade unseres Landes fand im Jahr 1870 in Diekirch statt. Sie entstand unter dem Motto "EXPEDITION NACH DEM SCHLARAFFENLAND".
Wochenlang hatte man in Städtchen heimlich getuschelt, vor Freunden den Finger geheimnisvoll auf die Lippen delegt, um das kostbare Geheimnis nicht frühzeitig zu verraten, und gar den Reiz der Überraschung zu schmälern.
Und am Faschingsmontag zog eine Kavalkade durch die Strassen der Stadt, die zur Sensation des Landes wurde.
Aus dem Nichts, aber mit unbändigem Eifer, einer beträchtlichen Dosis Humor und guten Einfällen, war die Geburt des Luxemburger Faschingsbrauches herrlich gelungen.
Nur mit den Einnahmen, welche noch dabei den Armen zukommen sollten, war nicht alles so, wie man es sich gewünscht hatte. Bloß 158 Goldfranken hatte das Fest eingebracht, gegenüber 1000 Goldfranken Ausgaben. Und da war den Armen wirklich nicht viel geblieben.
Während den folgenden Jahren feierten die Diekircher Fasching, aber ohne Kavalkade, was durch Geldsorgen zu erklären war.
Aber in den Jahren 1882 und 1884 zogen wieder zwei Kavalkaden, unter dem Jubel der Bevölkerung und zahlreicher Gäste aus allen Teilen des Landes, durch die Strassen der Stadt.
Motto der Kavalkade von 1884 war "DIE VERMÄHLUNG ZWISCHEN DEM JUNGEN GRAFEN- VON OTZENBACH-, VON STOLZEMBURG, UND DER JUNGEN GRÄFIN- VON SCHUMPELSBERG-, VON BOURSCHEID". In der Kavalkade sahen die Zuschauer den großen Festzug, der nach der Vermählung durch den Schultheiß IXELBERG, von Brandenburg, organisiert worden war.
Der vierte Fassnachtsumzug fand am Montag, den 1. März 1897 statt, wo man den Siegeszug des tapferen "SADI UND ZORA BEY" aus Konstantinopel zum Thema gewählt hatte.
Der nächste Umzug führte 1900 unter dem Motto "DE KANDDAAF" durch Diekirch. Initiator dieser Kavalkade war ein gewisser Architekt "DEUTSCH", und die Korsowagen wurden von Ochsen gezogen. Dies war der letzte Umzug vor dem Zweiten Weltkrieg.
Erst 1946, unter dem Impuls des damaligen S.I. Präsidenten Jacques Zenner, wurde die "DIKKRICHER CAVALCAD" wider ins Leben gerufen, und zwar unter dem Motto "GÖLDEN HOCHZEIT ZU JUXDA".
Um die Kavalkaden von 1947 und 1949 zu finanzieren, wurde eine Geldsammlung bei den Diekircher Einwohnern abgehalten, da die Unkosten für die Vereine zu hoch waren.
Dann dauerte es bis 1954 ehe die nächste Kavalkade, mit 30 Wagen und Gruppen, sich am 28. Februar in Bewegung setzte. Dies sollte einmal für lange Jahre die letzte sein, weil es an allen Ecken und Enden an Geld fehlte.
Viel später (25 Jahre später), am 25. April 1978, fand sich eine Gruppe begeisterter Karnevalsnarren zusammen, um den Fasching und die Kavalkade in Diekirch wieder aufleben zu lassen. Sie scheuten sich nicht des Namen E.S.D. ,"d'Eeselen aus der Sauerstaad Dikkrich", anzunehmen. Kein Weg war ihnen zu weit, und keine Mühe zu groß, um die finanziellen Mittel, an dem die Diekircher Kavalkade vorher zu Grunde ging, aufzutreiben, um einen neuen Umzug zu organisieren. 
Am 25. Februar 1979 genau um 14 Uhr 30 setzte sich wieder in Diekirch eine Kavalkade in Bewegung unter dem Motto "DIKKRICHER ESELSICHKEETEN". Die Kavalkade wurde in den folgenden Jahren ein gefeiertes Ereignis , das jedes Jahr mehr an Popularität gewann.
Seither lief nun wieder ununterbrochen jedes Jahr eine Kavalkade, mit Ausnahme von 1991, wo weltweit alle Karnavalsumzüge wegen dem damals ausgebrochenen Golfkrieges abgesagt wurde.




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